Montagsfrage #8

MontagsfrageBerufsbedingt stagniert meine Blogaktivität aktuell leider noch immer – dabei hat sich hier in der Zwischenzeit schon ein kleiner Stapel gelesener Bücher angesammelt, die nur darauf warten, ihren Weg in einen Beitrag zu finden… Und morgen trete ich auch noch den Beweis an, dass Literatur und Backwaren sich perfekt kombinieren lassen oder sich zumindest hervorragend ergänzen. Dazu aber dann morgen mehr :) Vorerst fange ich klein an, nämlich mit der aktuellen Montagsfrage, die Nina wieder rechtzeitig zum Wochenbeginn auf Libromanie gestellt hat. Und dieses Mal ist es eine regelrechte Gretchenfrage: Happy End erwünscht? Weiterlesen

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Stammtischgeflüster #3

Der letzte Beitrag dieser noch ganz frischen Rubrik liegt schon wieder ein Weilchen zurück – dabei kann von einem Sommerloch in meinem literarischen Terminkalender keine Rede sein. Nach inzwischen zwei Bücherstammtischen und zwei Lesekreistreffen bin ich vielmehr wieder um einige Buchtipps und Leseeindrücke reicher, die ich euch auf keinen Fall vorenthalten möchte.

Amélie Nothomb  |  Winterreise  |  Roman, Taschenbuch, 128 Seiten | € (D) 8.90 / sFr 12.90* / € (A) 9.20Beim Bücherstammtisch im Juni fielen mit Amélie Nothomb und Haruki Murakami zwei Namen, die ich nicht zum ersten Mal gehört habe – und denen außerdem gemeinsam ist, dass ich mir zu beiden gern bald ein eigenes Urteil bilden möchte. Auf Amélie Nothomb und ihren Roman “Blaubart” bin ich vor geraumer Zeit schon durch eine Besprechung der Bücherphilosphin aufmerksam geworden. Leider hat sie ihren Blog offenbar eingestellt hat, sodass ich eine Verlinkung schuldig bleibe :( Da hilft wohl nur selber lesen – entweder den “Blaubart” oder “Winterreise“… Das gleich gilt für Murakami, von dem ich inzwischen so viel gehört habe, dass es im Grunde nur noch eine Frage zu beantworten gilt: Mit welchem seiner Bücher fange ich an? Vielleicht mit “Naokos Lächeln“, das beim Bücherstammtisch vorgestellt wurde – wobei weitere Vorschläge ebenfalls herzlich willkommen sind. Neben diesen beiden Autoren kreiste das Gespräch u.a. auch um einen ‘alten Bekannten’, nämlich um Daniel Kehlmann, von dem ich bereits “Ruhm” und “Die Vermessung der Welt” gelesen habe. Von “F“, seinem letzten Roman, hatte ich bis dahin noch nicht wirklich viel mitbekommen, könnte aber durchaus einen zweiten Blick wert sein. Naokos LächelnEbenso wie das Buch “Schmidt liest Proust” von Jochen Schmidt, der sich mit zwanzig Seiten pro Tag systematisch Prousts Magnum Opus “Auf der Suche nach der verlorenen Zeit” vorgenommen und seine Lektüreerfahrungen mit dem eigenen Leben abgeglichen hat. Ein spannendes Experimente – umso mehr, da es leider ziemlich fraglich ist, ob ich mich jemals selbst an Proust heranwagen werde… Weiterlesen

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Juli Zeh: Spieltrieb

Spieltrieb“Der blaue Himmel ist zum farbigen Pappdeckel einer Spielesammlung geworden. Wenn das alles ein Spiel ist, sind wir verloren. Wenn nicht – erst recht.” (S. 10)

Es ist schon eine ganze Weile her, dass ich “Spieltrieb” von Juli Zeh gelesen habe. Und so sehr mich dieser Roman beeindruckt und beschäftigt hat, so schwer habe ich mich damit getan, meine Gedanken und Eindrücke dazu in Worte zu fassen. Denn ich habe lange keinen Roman mehr gelesen, dessen Lektüre so fordernd und zugleich so faszinierend war. Deshalb entschuldige ich mich im Voraus dafür, dass diese Besprechung wohl etwas länger ausfallen wird… Weiterlesen

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„Chaos ist Ordnung – jedoch unentschlüsselt“

© capelight pictures

Nanu, dachte ich mir beim Lesen der Filmbeschreibung zu “Enemy” von Denis Villeneuve, das klingt doch ganz nach “Der Doppelgänger” von José Saramago: Ein Lehrer bzw. Geschichtsprofessor wird aus seinem recht monotonen Leben gerissen, als er in einem Film einen Schauspieler entdeckt, der ihm bis aufs Haar gleicht. Verstört und doch auch fasziniert macht er sich auf die Suche nach jenem Mann, eine Suche, die schnell Züge einer Obsession annimmt, ihn hineinzieht in das Leben des Fremden – und das seiner hochschwangeren Frau…

Auf den zweiten Blick (in die rechte untere Ecke des Filmposters) hat sich mir der Grund dafür, dass “Enemy” solche Ähnlichkeiten mit einem ‘saramagischen’ Roman aufweist, den ich leider noch nicht gelesen habe, schnell erschlossen: Denn eben dieser Roman diente Villeneuve als Vorlage für sein düsteres Verwirrspiel zwischen Wahn und Wirklichkeit. Obwohl der Film laut verschiedener Besprechungen wohl eher eine freie Interpretation des Romans darstellt, war der Kinobesuch für mich als großen Fan von Saramago quasi Pflicht –  und er hat mich nicht enttäuscht. Denn die eigenwillige Bildsprache, das Farbspektrum und die ganze Art der Inszenierung haben eine Atmosphäre geschaffen, die mich mehr als einmal an die oft surreale, mitunter  beklemmende Stimmung erinnert hat, die auch Saramagos Texte auszeichnet.

Hinzu kommt, dass ich Jake Gyllenhaal spätestens seit dem ebenfalls von Villeneuve inszenierten Entführungsdrama “Prisoners” als einen wirklich guten Schauspieler schätzen gelernt habe, der in “Enemy” nun sogar in einer Doppelrolle glänzt, als Geschichtsprofessor Adam Bell und Schauspieler Anthony Claire. Dabei verleiht er beiden Figuren auf eindrucksvolle Art und Weise einen ganz eigenen Charakter. Und er trägt mit seiner schauspielerischen Leistung wesentlich dazu bei, dass ich als Zuschauerin mit Spannung und hin und wieder sogar mit Gänsehaut verfolgt habe, wie die beiden Männer sich immer mehr in einem gefährlichen Netz aus in Frage gestellten, willentlich oder erzwungenermaßen getauschten Identitäten verfangen. (Die Spinnensymbolik, auf die Villeneuve dafür mehrfach zurückgreift, hätte ich persönlich nicht unbedingt gebraucht – aber es sei ihm gegönnt.)

~ Fazit ~

Eine Empfehlung nicht nur für Fans von Saramago, sondern für alle, die bereit sind, sich auf das ebenso spannende wie surreale Verwirrspiel einzulassen, das Villeneuve inszeniert – und nicht unbedingt große Verfechter klarer Auflösungen sind…

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Montagsfrage #7

MontagsfrageNachdem es hier in letzter Zeit mal wieder etwas ruhiger gewesen ist, kommt nun zumindest schon mal eine Antwort auf die aktuelle Montagsfrage, wie immer gestellt von Nina auf Libromanie. Inspiriert von der Zeitschrift Freundin lautet die Frage diese Woche: Welches ist dein liebstes Sommerbuch? Und für einen chronisch wenig entscheidungsfreudigen Menschen wie mich ist sie gar nicht mal so einfach zu beantworten, diese Frage. Tue ich mich doch grund-sätzlich schwer damit, mich auf ein Lieblingsbuch festzulegen… Spontan (d.h. beim schnellen Blick in mein Bücherregal) gäbe es zwei starke Anwärter auf den Titel des liebsten Sommerbuchs: “Der Geschmack von Apfelkernen” von Katharina Hagena und “Irgendwann werden wir uns alles erzählen” von Daniela Krien.Irgendwann werden wir uns alles erzählen Bei letzterem deutet schon das Cover eine besondere Stimmung an. Und bei beiden Büchern konnte ich beim Lesen beinahe die träge, flirrende Wärme eines Spätsommertages auf der Haut spüren, hatte das Zirpen von Grillen im Ohr und den Geschmack von Apfelkernen auf der Zunge…

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Lois Lowry: The Giver

The GiverFür gewöhnlich versuche ich ja, Besprechungen zu den Büchern, die ich gelesen habe, auch in der Reihenfolge zu veröffentlichen, in der ich die Bücher gelesen habe. Aber Regeln oder Vorsätze – vor allem selbst auferlegte – sind ja bekanntermaßen dazu da, um gebrochen zu werden. Eine Weisheit, die tatsächlich auch gut zu dem kleinen aber feinen Buch passt, für das ich heute die Chronologie mal Chronologie sein lasse. Aufmerksam geworden bin ich auf diese Utopie/Dystopie über einen Facebook-Post, der die Verfilmung des Titels ankündigte. Der Trailer hat mich neugierig gemacht, also habe ich mir spontan das Buch bestellt. Weiterlesen

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Sadie Jones: The Uninvited Guests

The Uninvited GuestsUm diesen Roman bin ich schon eine ganze Weile herumgeschlichen, bevor ich ihn mir schließlich in der Bibliothek ausgeliehen habe. Inzwischen habe ich ihn längst gelesen, mich bisher jedoch schwer damit getan, meinen Eindruck in Worte zu fassen. Was im Grunde mal wieder daran liegt, dass ich etwas anderes erwartet habe: einen historisch angehauchten Roman oder – in den Worten des Observers – eine “elegant comedy of manners”. Die habe ich zwar durchaus auch bekommen, zum Ende hin nimmt sie allerdings Züge an, die nicht ganz meinen Geschmack getroffen haben. Aber eins nach dem anderen: Weiterlesen

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Montagsfrage #6

MontagsfrageDu meine Güte, gefühlt besteht mein Blog momentan fast nur noch aus Antworten auf die wöchentlich von Nina auf Libromanie gestellte Montagsfrage… Nun ja, besser als gar kein Lebenszeichen. Ich hoffe allerdings, dass spätestens zum Ende der Woche hin hier auch mal wieder eine Buchbesprechung zu finden sein wird. Es ist ja nicht so, dass ich keine Auswahl hätte: “The Uninvited Guests”, “Spieltrieb” und “The Giver” sind ausgelesen – nun müsste ich es nur noch schaffen, meine Gedanken dazu zu ordnen und in einen Beitrag zu packen…

Aber zurück zur heutigen Montagsfrage, die da lautet: Am Stück oder häppchenweise? Und darauf kann ich ganz einfach mit einem entschiedenen “mal so, mal so” antworten. Wie vermutlich jede echte Leseratte liebe ich es, längere Zeit ununterbrochen in ein Buch abtauchen zu können. (Deswegen sind für mich z.B. lange Bahnfahrten ein Traum, idealerweise ohne Umsteigen und ohne dass ich es wirklich eilig habe anzukommen.) Manchen Büchern wird man auch nur so wirklich gerecht. Allerdings macht mir dann eben doch die Realität, z.B. in Form von Berufs- oder Sozialstress, oft einen Strich durch die Rechnung… Und deshalb freue ich mich auch über jedes noch so kleine Häppchen Literatur, zu dem ich zwischendurch komme – sei es beim Frühstück, im Bus oder schnell noch ein paar Seiten, bevor ich abends das Licht ausmache, so wie jetzt :)

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Montagsfrage #5

MontagsfrageDie nächste Rezension lässt leider noch ein bisschen auf sich warten – auch und vor allem, weil mich die Lektüre unseres aktuellen Lesekreistitels “Spieltrieb” nachhaltig beeindruckt hat und beschäftigt, sodass ich meine Gedanken diesbezüglich erst einmal sortieren muss.

Einstweilen gibt es dafür aber immerhin (m)eine Antwort auf die heutige Montagsfrage, wie immer gestellt von Nina auf Libromanie, die da lautet: Gibt es Autoren, die du lieber im Original liest? Diese Frage lässt sich relativ leicht beantworten… Nun ja, zumindest für englische bzw. amerikanische Autoren, da meine sonstigen Fremdsprachenkenntnisse leider ziemlich eingerostet sind. Englischsprachige Bücher lese ich aber grundsätzlich am liebsten im Original. Nicht etwa, weil ich Übersetzern nicht trauen würde – im Gegenteil, ich habe größten Respekt vor ihrer Arbeit. Da, wo ich es kann, möchte ich Geschichten aber einfach so unmittelbar erleben wie nur möglich – und das bedeutete eben: in genau den Worten und der Sprache, die der Autor gewählt hat, um seine Geschichte zu erzählen.

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Montagsfrage #4

MontagsfrageBei der Montagsfrage, gestellt wie immer von Nina auf Libromanie, heißt es heute: “Hand auf’s Herz. Habt ihr euren SuB seit Anfang des Jahres abbauen können oder ist er gestiegen?” Und da brauche ich gar nicht lange um den heißen Brei herumreden – in Anbetracht meiner zahlreichen Buchneukäufe der letzten Wochen und Monaten kann von einem Abbau leider keine Rede sein… Allerdings habe ich mir fest vorgenommen, nach meiner aktuellen Lektüre endlich mal wieder ein Buch aus meinem SuB in Angriff zu nehmen. Sollte ich auch, wenn ich keine Probleme mit der Statik bekommen möchte. Denn mein SuB ist in der Tat ein Stapel neben meinem Buchrregal, der – wenn ich nicht aufpasse – in naher Zukunft dem schiefen Turm von Pisa ernsthaft Konkurrenz machen könnte o_o

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