~ Hamlet ~

„To be, or not to be: that is the question:
Whether ’tis nobler in the mind to suffer
The slings and arrows of outrageous fortune
Or to take arms against a sea of troubles,
And by opposing end them?“ (III, 1)

Wie schon in der Rezension zu Peter Ackroyds „Wie es uns gefällt“ erwähnt, bin ich großer Shakespeare-Fan – und habe mich dement-sprechend sehr gefreut, dass die Hamburger University Players in diesem Semester wieder ein Shakespeare-Stück auf die Bühne bringen. Und nicht irgendein Stück, nein, eines der bekanntesten und am häufigsten aufgeführten Stücke des Barden: Hamlet!

Ich muss allerdings gestehen, dass dies die erste Hamlet-Aufführung war, die ich gesehen habe, daher habe ich keine Vergleichsmöglichkeiten. Mit der tragischen Geschichte um den Dänenprinzen Hamlet, der hin- und hergerissen ist zwischen dem Wunsch nach Rache (am Onkel, der seinen Vater ermordet hat, um auf den Thron zu kommen, und nun auch noch Hamlets Mutter Gertrude geheiratet hat) und den nicht enden wollenden Zweifeln an der Legitimation seines Handelns, bin ich bestens vertraut. Doch natürlich sind Stücke nicht geschrieben, um gelesen zu werden – man muss sie sehen!

Man sollte an dieser Stelle aber vielleicht erwähnen, dass „Hamlet“ nicht unbedingt das handlungsorientierteste Stück Shakespeares ist. Das zentrale Motiv besteht ja eben darin, dass Hamlet sich sehr lange schlicht zu gar keiner Handlung durchringen kann. Stattdessen hadert er wortgewaltig mit sich selbst, seinem Gewissen, seiner Umwelt… Gerade wegen dieser Wort- und Sprach-lastigkeit ist bei solchen Stücken die schauspielerische Leistung umso wichtiger. Und in dieser Hinsicht glänzen die University Players einfach immer wieder. Deshalb ist auch das reduzierte Bühnenbild völlig ausreichend –  die Mitglieder dieser Gruppe brauchen keine aufwendigen Requisiten oder opulenten Kostüme, um  sich dahinter zu verstecken, sie beeindrucken vielmehr durch ihr sprachliches Ausdrucksvermögen und ihre Professionalität.

~ Fazit ~

Eine gelungene Aufführung, die alles in allem vielleicht nicht  ganz so stark war, wie die Stücke, die ich bisher von den University Players gesehen habe, mir aber nichtsdestotrotz einen wunderbaren Theaterabend auf hohem sprach-lichen Niveau beschert hat!

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