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Gute Büchern lauern einfach überall…

Eigentlich hatte ich mir fest vorgenommen, nach „One Hundred Years of Solitude“ erst einmal eine Lektürepause zu machen und mich auf meine Vorlesegeschichten (ein freiberufliches Projekt, das ich an anderer Stelle schon einmal erwähnte) zu konzentrieren. Eigentlich – aber letzten Endes sind gute Vorsätze da, um gebrochen zu werden, und gute Büchern lauern eben wirklich überall…

Lesen könnte ich deshalb:

Mirko Bonné: Nie mehr NachtDieser Roman fiel mir letztes Wochenende auf dem Flohmarkt in die Hände. Und ich sage noch zu mir: Dieses Mal kaufst du kein Buch. Aber weil ich im Hinterkopf hatte, dass Mara auf ihrem Blog buzzaldrins.de doch sehr angetan von „Nie mehr Nacht“ war, musste ich einfach zugreifen.

Lesen sollte ich zunächst allerdings eher:

Thomas Mann: Der Tod in VenedigDenn die Mann’sche Novelle ist unsere aktuelle Lesekreislektüre. Da ich mich dunkel daran erinnere, dass die Geschichte mich zu Schulzeiten nicht gerade vom Hocker gehauen hat, hält sich meine Motivation unglücklicherweise in Grenzen. Aber wer weiß: Manche Titel liest man ein paar Jahre später ja doch mit ganz anderen Augen…

Tatsächlich lese ich – wie das Widget am Seitenrand verrät – im Moment aber:

Neil Gaiman: The Ocean at the End of the LaneDieses Buch wiederum habe ich mir auf dem Flughafen gekauft, kurz bevor ich nach Lissabon geflogen bin. Im Grunde habe ich schon geahnt, dass ich mit „One Hundred Years of Solitude“ ohne Probleme über den Urlaub kommen würde – aber sicher ist sicher und lieber ein Buch zu viel als eins zu wenig 🙂 Und weil ich von Neil Gaiman schon immer mal etwas lesen wollte, zögere ich damit nun also die Lesekreis-„Plichtlektüre“ noch etwas hinaus. Allerdings erwarten mich nächste Woche ja auch noch längere Zugfahrten nach Frankfurt und zurück – ich hoffe also, dass ich Pflicht- und Wunschlektüre unter einen Hut bekomme 😉

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Stammtischgeflüster #3

Der letzte Beitrag dieser noch ganz frischen Rubrik liegt schon wieder ein Weilchen zurück – dabei kann von einem Sommerloch in meinem literarischen Terminkalender keine Rede sein. Nach inzwischen zwei Bücherstammtischen und zwei Lesekreistreffen bin ich vielmehr wieder um einige Buchtipps und Leseeindrücke reicher, die ich euch auf keinen Fall vorenthalten möchte.

Amélie Nothomb  |  Winterreise  |  Roman, Taschenbuch, 128 Seiten | € (D) 8.90 / sFr 12.90* / € (A) 9.20Beim Bücherstammtisch im Juni fielen mit Amélie Nothomb und Haruki Murakami zwei Namen, die ich nicht zum ersten Mal gehört habe – und denen außerdem gemeinsam ist, dass ich mir zu beiden gern bald ein eigenes Urteil bilden möchte. Auf Amélie Nothomb und ihren Roman „Blaubart“ bin ich vor geraumer Zeit schon durch eine Besprechung der Bücherphilosphin aufmerksam geworden. Leider hat sie ihren Blog offenbar eingestellt hat, sodass ich eine Verlinkung schuldig bleibe 😦 Da hilft wohl nur selber lesen – entweder den „Blaubart“ oder „Winterreise„… Das gleich gilt für Murakami, von dem ich inzwischen so viel gehört habe, dass es im Grunde nur noch eine Frage zu beantworten gilt: Mit welchem seiner Bücher fange ich an? Vielleicht mit „Naokos Lächeln„, das beim Bücherstammtisch vorgestellt wurde – wobei weitere Vorschläge ebenfalls herzlich willkommen sind. Neben diesen beiden Autoren kreiste das Gespräch u.a. auch um einen ‚alten Bekannten‘, nämlich um Daniel Kehlmann, von dem ich bereits „Ruhm“ und „Die Vermessung der Welt“ gelesen habe. Von „F„, seinem letzten Roman, hatte ich bis dahin noch nicht wirklich viel mitbekommen, könnte aber durchaus einen zweiten Blick wert sein. Naokos LächelnEbenso wie das Buch „Schmidt liest Proust“ von Jochen Schmidt, der sich mit zwanzig Seiten pro Tag systematisch Prousts Magnum Opus „Auf der Suche nach der verlorenen Zeit“ vorgenommen und seine Lektüreerfahrungen mit dem eigenen Leben abgeglichen hat. Ein spannendes Experimente – umso mehr, da es leider ziemlich fraglich ist, ob ich mich jemals selbst an Proust heranwagen werde… Weiterlesen

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Stammtischgeschichten…

Was nützt einem das beste Buch, wenn man mit niemandem darüber sprechen und die Begeisterung dafür teilen kann? Okay, man kann immer noch (hier) darüber schreiben und wenn man Glück hat, kriegt man dazu auch mal ein Feedback aber ein echtes Gespräch ersetzt das zugegebenermaßen nicht. Zum Glück habe ich meinen Lesekreis, der mir mindestens einmal im Monat die Möglichkeit gibt, mich – mal mehr, mal weniger ausführlich – mit meinen Mitstreiterinnen über ein vorher festgelegtes Buch auszutauschen. Aber da mein Mitteilungsbedürfnis über Literatur keine Grenzen kennt, bin ich damit schlicht nicht ausgelastet… 🙂

Wie gut, dass mich eine Freundin letztes Jahr über Facebook auf eine weitere literarische… na, nennen wir es mal… Veranstaltungsreihe hier in Hamburg aufmerksam gemacht hat – einen Bücherstammtisch! Diese Veranstaltung unterscheidet sich nicht nur dem Namen nach vom Lesekreis, sie folgt auch einem anderen Prinzip und ergänzt damit meinen literarischen Kosmos nahezu perfekt: Hier trifft man sich mit Gleichgesinnten, um über Bücher zu diskutieren, die man gelesen hat, die man gern lesen möchte oder die man als Tipp mitnimmt. (Natürlich kommen dabei auch die Themen des „normalen Lebens“ nicht zu kurz.)

Letzten Donnerstag war es wieder soweit und neben einer Möglichkeit, mich noch einmal in größerer Runde über meine letzte Lektüre („The Particular Sadness of Lemon Cake„) zu echauffieren und von „Vor dem Fest“ (Rezension folgt) zu schwärmen, habe ich vor allem eins mitgenommen – jede Menge spannende neue Buchtipps, z.B. „Das Gleichgewicht der Welt“ von Rohinton Mistry oder „The Kite Runner“ und „A Thousand Splendid Suns“ von Khaled Hosseini. Von letzterem habe ich zwar schon oft gehört und gelesen, ihn aus irgendeinem Grund aber nie wirklich für meine to-read-Liste in Betracht gezogen. Nach der begeisterten Fürsprache beim Stammtisch bekommt er nun vielleicht doch eine Chance. Besonders gespannt bin ich allerdings auf „Die Nacht der Erinnerungen“ von Antonio Muñoz Molina, ein recht umfangreicher Gesellschafts- und Zeitroman, auf den ich letztes Jahr schon einmal aufmerksam geworden bin, leider war die entsprechende Lesung dann aber bereits ausverkauft.

Zunächst einmal muss ich allerdings noch fürs nächste Lesekreis-Treffen „Die Vermessung der Welt“ von Daniel Kehlmann lesen… Ja, meine Begeisterung darüber hält sich in Grenzen. Obwohl mir „Ruhm“ gut gefallen hat, hätte ich aus eigenem Antrieb wohl nicht unbedingt zu diesem Titel gegriffen aber das ist ja das Schöne am Lesekreis: Er zwingt mich, auch mal über meinen persönlichen literarischen Tellerrand hinauszulesen 😉 Wer weiß, vielleicht überrascht mich „Die Vermessung der Welt“ ja positiv und wenn nicht, habe ich immer noch die Rezension zu „Vor dem Fest“, auf die ich mich freuen kann. Und eine etwas ältere Dystopie, auf die ich über einen Facebook-Post zur geplanten Verfilmung aufmerksam geworden bin: „The Giver“ von Lois Lowry. Und meine Buchschnäppchen vom vorletzten Wochenende. Und, und, und…

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